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Der tschechische Online-Kunde: 5 Fakten

Autor Germaine Pechoel Germaine Pechoel

Andere Länder, andere Sitten. Dieser Spruch trifft auf viele Bereiche des alltäglichen Lebens zu. So auch auf das Online-Shopping-Verhalten. Doch inwieweit unterscheidet sich der tschechische Online-Kunde von anderen Online-Shoppern?

Wir haben 5 Fakten über den tschechischen Online-Kunden zusammengetragen:

1. Wie oft kaufen Tschechen online und was sind die beliebtesten Produkte?

Das Jahr 2018 war ein erfolgreiches Jahr für den tschechischen E-Commerce. Laut APEK und Heureka erzielte der tschechische Online-Handel einen Umsatz von 135 Milliarden Kronen. Das entspricht einem Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro und einem Wachstum von 17% gegenüber dem Vorjahr 2017.

In Tschechien geben zudem 9 von 10 Internetnutzer an mindestens einmal im Jahr online einzukaufen. Im Jahr 2018 betrug der Anteil des Online-Handels somit 11,4% am gesamten Einzelhandel der Tschechischen Republik.

Und was wird in Tschechien gerne online bestellt? Im Warenkorb landen insbesondere Produkte der Kategorie Elektronik (40%), Haus & Garten (16%) sowie Kleidung & Mode (12%).

Verteilung der Produktkategorien im tschechischen E-Commerce

Quelle: Besteto.cz

2. Über welche Geräte wird in Tschechien online bestellt und wie viel Geld wird im Durchschnitt pro Bestellung ausgegeben?

Ähnlich wie in Deutschland sind auch in Tschechien mobile Endgeräte nicht die erste Wahl beim Einkauf im Netz. Die Mehrheit der Tschechen nutzt beim Online-Shopping den Desktop / PC (69%). Darauf folgen Smartphone (27%) und Tablet (4%).

Und wo steht Tschechien im Vergleich zu Deutschland, wenn es um den durchschnittlichen Bestellwert geht?

Tschechen geben durchschnittlich 50% weniger für eine Online-Bestellung aus: Während Deutsche für rund 93€ pro Bestellung einkaufen, liegt der Bestellwert einer tschechischen Bestellung nur bei 46€. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die Kaufkraft in Tschechen prinzipiell geringer ist als in Deutschland.

3. Wie wird in Tschechien online bezahlt?

Heutzutage können sich Kunden zwischen einer Vielzahl an Zahlungsmethoden entscheiden und so ihre gewünschte Zahlungsmethode auswählen. Doch wie zahlen Tschechen am liebsten online? Meistens gar nicht. Denn sie bevorzugen noch immer klassische Offline-Zahlungsmethoden.

Laut Heureka machen die Bezahlung per Nachnahme (32%) und die Bezahlung per Abholung (30%) den größten Anteil der Online-Zahlungen aus. Tschechen bezahlen also lieber erst nach Erhalt der Ware, z.B. direkt im stationären Geschäft. Jedoch ist der Anteil an Zahlungen mit Karte bei Waren mit geringerem Bestellwert gestiegen, z.B. bei Kosmetik (+20%) oder Drogerie (+25%).

Der Vergleich mit Deutschland zeigt folgendes Bild: In Deutschland ist die Zahlung per Rechnung noch immer am beliebtesten (28%). Darauf folgen dann die Zahlung per Paypal (21%), Lastschriftverfahren (20%) und zuletzt Zahlung per Kreditkarte (11%). Hier wird noch einmal deutlich: Jedes Land hat andere Präferenzen.

4. Retourenquoten in Tschechien

Schaut man sich einmal die Retourenquoten im internationalen Vergleich an, so könnte man Deutschland durchaus als „Retourenweltmeister“ bezeichnen. In der Produktkategorie Kleidung & Schuhe werden mitunter 50% der Waren wieder an den Absender zurückgeschickt.

In Tschechien sieht das (noch) anders aus:

Obwohl die durchschnittliche Retourenquote für Kleidung & Schuhe in Tschechien nur bei 33% liegt, so ist man sich auch hier dem Problem steigender Warenretouren und den Einfluss auf die Gesamtwirtschaftlichkeit eines E-Shops bewusst. Retouren sind somit ein Trend mit Auswirkungen für den gesamten europäischen E-Commerce.

5. Tschechien: Rabatte, Preisnachlässe und Bonusprogramme erwünscht!

Was man beim tschechischen E-Commerce auf keinen Fall vernachlässigen sollte, ist die Wichtigkeit von Rabattaktionen, Discounts oder Preisnachlässen. Hier ein Beispiel:

In tschechischen Haushalten entfallen 51% der Ausgaben für abgepackte Lebensmittel auf Waren in Rabattaktionen. Tschechische Verbraucher lieben also Rabatte.

Diese Gelegenheit sollte man auch im Online-Handel nicht ungenutzt lassen: Wie wäre es mit Bonusprogrammen für Bestandskunden, spezielle Discounts für Newsletter-Abonnenten oder Rabattaktionen zu besonderen Events (z.B. zur Eishockey-Weltmeisterschaft)?

Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

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01.07.2019

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